Invalidenversicherung

Die Leistungen der IV sichern Menschen mit Behinderungen finanziell ab. Eine wesentliche Neuerung ist der Assistenzbeitrag, der betroffenen Menschen ermöglicht, zu Hause statt im Heim zu wohnen.

Wenn jemand aufgrund einer Behinderung seine Erwerbsfähigkeit ganz oder teilweise verliert, so gleichen die Taggelder und Renten der Invalidenversicherung (IV) den Einkommensverlust aus. Dies erlaubt den Berechtigten, ihre finanzielle Autonomie zu erhalten. Verschiedene IV-Revisionen haben zudem den Fokus auf die Integration - und damit auf die Förderung der Selbstbestimmung - verstärkt («Eingliederung statt Rente»).

Wenn die Höhe der Renten oder der Taggelder nicht ausreicht, um den Grundbedarf zu decken und einen Lebensstandard zu garantieren, übernehmen die Ergänzungsleistungen die Differenz. Weiter tragen die Hilflosenentschädigung und die Hilfsmittel der IV dazu bei, dass Betroffene ihre Selbstbestimmung wahren können. Dabei helfen auch die vom Bund im Rahmen von Art. 74 IVG unterstützten Beratungs- und Begleitungsleistungen der privaten Behindertenhilfe.

Um das selbstbestimmte Leben zu fördern, hat der Bund 2012 den Assistenzbeitrag der IV eingeführt. Er stellt eine wesentliche Neuerung dar. Ausgerichtet wird er an Personen mit Hilflosenentschädigung, die zu Hause leben. Mit dem Assistenzbeitrag finanziert die versicherte Person die Hilfsleistungen, die von einer Assistenzperson erbracht werden. Der Assistenzbeitrag ermöglicht Menschen mit Beeinträchtigungen, zu Hause statt im Heim zu leben.